Ameisen, die freundlichen Helfer des Gärtners?

ant-327641_640Alles was in der Natur und insbesondere im Garten so kreucht und fleucht, muss und soll vom Gärtner geschützt werden. Denn schließlich ist der Gärtner nur zeitweiliger Gast, die anderen leben hier.

Der Mensch in seiner Bemühung, die Natur immer zu beherrschen, baut sie sich in seinem eigenen Garten jedoch so, wie sie ihm gefällt. Viele Gärtner leben deshalb nicht mit der Natur, sondern gegen sie. Alles was einem nicht passt wird gnadenlos vernichtet. Pflanzen und Tiere werden danach beurteilt, ob sie dem Menschen nützlich sind oder nicht.

Er hat dafür sogar die Begriffe Nützlinge und Schädlinge geprägt. Oder Nutzpflanze und Unkraut. Jede Pflanze hat gefälligst da zu wachsen, wo der Gärtner es möchte. Andere Pflanzen, die möglicherweise für diesen Standort besser geeignet sind, werden ausgerottet, so gut es geht. Eben, weil sie Unkraut sind. Genauso geschieht es mit unliebsamen Tierchen.

Ameisen kann kaum ein Gärtner leiden

Dabei geht es nicht unbedingt darum, dass die Tiere in der Gartenlaube über die Tische krabbeln. Gut, das machen sie auch. Aber nur dann, wenn man es nicht verhindert. Denn eigentlich leben sie in der freien Natur. Entsprechend ihrer Lebensweise sind Ameisen jedoch dazu geeignet, Plattenwege zu unterhöhlen, ganze Konstruktionen zum Einsturz zu bringen.

Und sie halten sich die vom Gärtner so geliebten Blattläuse als Haustiere. Dass sie aber als Gesundheitspolizei des Gartens Insekten und Raupen, Larven und anderes Getier, egal ob tot oder lebendig, aus dem Garten entfernen, sehen viele Menschen nicht. Außerdem, die Natur kann grausam sein, dienen Ameisen und ihre Eier vielen Vögeln als Grundnahrung.

Verdrängung statt Vernichtung

Im einschlägigen Fachhandel gibt es genügend chemische Keulen, die den Ameisen den Garaus machen. Diese werden gern und oft gekauft und angewendet. All diese Mittel sind dazu geeignet, eine Ameisenkolonie möglichst zu vernichten. Das ist jedoch nur dann möglich, wenn die Ameisen das Gift selbst in den Bau tragen, mit diesem die Larven und die Königin füttern. Denn das Vernichten einzelner Ameisen bringt gar nichts. Es gibt zu viele davon. Zweckmäßig ist es daher, mit naturnahen Mitteln etwa die Kommunikationswege der Ameisen zu stören, damit sie woanders hin ziehen.

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