Renovierungsarbeiten am Haus und Selbsthilfe

site-245482_640(5)Alle Jahre wieder, eigentlich regelmäßig, müssen an einem Einfamilienhaus Renovierungs- oder Modernisierungsarbeiten durchgeführt werden. So ist etwa der Heizungskessel nach 20 Jahren meist erneuerungsbedürftig.

Oder statt der ursprünglichen Rippenheizkörper soll eine moderne Fußbodenheizung eingerichtet werden. Das spart Energie und ist bequemer. Es versteht sich von selbst, dass der Eigenheimer, wenn es geht, solche Arbeiten selbst durchführt. Sofern er fachlich dazu in der Lage ist. Er ist allerdings bei vielen Arbeiten auf die Hilfe von Freunden und Verwandten angewiesen.

Denn nicht jeder kann mauern, nicht jeder ist Klempner, nicht jeder kann Dachdecken. Wenn aus einem grundsoliden Einfamilienhaus Besitzer plötzlich ein Bauherr wird, muss dieser einiges beachten, damit er nicht mit dem Gesetz in Konflikt kommt.

Schwarzarbeit oder kostenlose Unterstützung

Das wichtigste Thema bei jeglicher Bauarbeit ist das Thema Schwarzarbeit. Hier gibt es eine große Grauzone zur nachbarschaftlichen oder verwandtschaftlichen Hilfe. Dabei kommt es nicht darauf an, was ein Fremder auf einer Baustelle arbeitet, auch nicht wie lange. Vielmehr ist wichtig, ob er außer einem Auslagenersatz wie zum Beispiel Fahrgeld oder Verpflegung eine Bezahlung vom Bauherrn erhält.

Ist das der Fall und lässt sich das nachweisen, handelt es sich immer um Schwarzarbeit. Diese wird von den Hauptzollämtern der Bundesländer nachdrücklich verfolgt. Aus diesem Grunde machen sie auch auf Baustellen Razzien. Deshalb sollte die helfende Person auf der Baustelle stets ihre Papiere dabei haben. Ansonsten wandert sie erstmal ab zur Polizei. Und es sollte von vornherein geklärt sein, wie solche Fragen wie die Bezahlung mit dem Helfer geklärt worden sind.

Um Stress in dieser Hinsicht zu vermeiden, kann der Bauherr für die Bauzeit den Helfenden mit einem Minijob anstellen. Die Anmeldung bei der Minijobzentrale ist unkompliziert. Die bei der Knappschaft angesiedelte Minijobzentrale regelt alle Fragen von Steuer- und Sozialabgaben.

Wenn ein Unfall geschieht

Jede Baustelle besitzt ein permanentes Unfallrisiko. Es kann ein Stein herunterfallen, eine Leiter umkippen, eine Maschine kaputt gehen. Wenn davon Helfende betroffen sind, steht immer die Frage der Haftung. Es können ärztliche Behandlungen erforderlich sein, möglicherweise sogar eine lebenslange Rentenzahlung. Hierbei schützt die, übrigens gesetzlich erforderliche, Anmeldung bei der Unfallkasse. Für wenige Euro sind alle am Bau Beteiligten abgesichert.

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